Pressemitteilungen

2018

Gehölzpflegearbeiten im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht am Vorsee der Förmitztalsperre

Beginnend im Dezember werden die Bäume und Gehölze rund um den Vorsee der Förmitz-talsperre einem weiter reichenden Rückschnitt unterzogen. Der ungestörten Gehölzent-wicklung, die als naturnaher Lebensraum eigentlich hochwertig ist, steht die Verkehrs-sicherungspflicht des Wasserwirtschaftsamtes Hof für die staatseigenen Wege und Grundstücke entgegen.

An Bäumen werden vor allem Entlastungsschnitte in den Kronen sowie die Entnahme abgestorbener Äste erforderlich. Gehölze werden mit Verjüngungsschnitten eingekürzt. Diese Arbeiten werden von einer Fachfirma durchgeführt. Sie erfolgen in Absprache und mit Genehmigung der Unteren Naturschutzbehörde.

Allerdings garantieren auch Unterhaltungsmaßnahmen keine absolute Sicherheit. Bei Windstärken über 20 km/h oder gar Sturm sollte Einen der gesunde Menschenverstand vor dem Betreten oder Befahren baumbestandener Bereiche zurückhalten.

Die an der Wetterstation Förmitztalsperre erfassten Daten und Windgeschwindigkeiten sind jederzeit aktuell im Internet abrufbar (www.wwa-ho.bayern.de).

Für den Durchführungszeitraum bis Ende Februar 2019 müssen aus Sicherheitsgründen einzelne Bereiche gesperrt werden. Das Wasserwirtschaftsamt Hof bittet hierfür um Verständnis.

Guter Zustand für die Selbitz -
Wasserwirtschaftsamt stellt Maßnahmenprogramm vor

Die Selbitz ist auf ihrer gesamten Länge von Wüstenselbitz bis zur Mündung in die Saale bei Blankenstein durch vielfältige Nutzungen und Umgestaltungen aus der Vergangenheit geprägt. Nach einer Zustandsbewertung auf Grundlage der EG-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) weist sie derzeit einen mäßigen ökologischen Zustand auf. Um einen von der WRRL geforderten guten ökologischen Zustand zu erreichen, wurden Maßnahmen für die Selbitz erarbeitet. Das Wasserwirtschaftsamt Hof lädt alle Interessenten zu einer Informations- und Diskussionsrunde

am Mittwoch, 24. Oktober 2018 um 19.00 Uhr
im Schloss Schauenstein
Schlossplatz 1
95197 Schauenstein
ein.

Bei der Veranstaltung erläutern Mitarbeiter des Wasserwirtschaftsamtes und des Planungsbüros ÖKON GmbH, Bayreuth, die Anforderungen der WRRL, Ergebnisse der Bestandsaufnahme und mögliche Umgestaltungsmaßnahmen, die in einem Umsetzungs-konzept zusammengefasst sind.

An der Selbitz befinden sich zehn Querbauwerke und 25 Schwellen, die Wanderhindernisse für die Fische darstellen. Abschnittsweise ist das Gewässer begradigt. Mit den geplanten Maßnahmen soll die Strukturvielfalt erhöht und der Lebensraum für zahlreiche Arten in der Selbitz verbessert werden. Querbauwerke sollen durchgängig gestaltet werden, um Fischen die Passierbarkeit zu ermöglichen.

Informationen zum Planungsstand finden sie hier
Umsetzungskonzept 5_F032 Selbitz (ENTWURF)

Neuvermessungen von Querprofilen

Von September bis Dezember 2018 werden an den Gewässern Weißer Main und Schorgast (Landkreise Bayreuth und Kulmbach) Neuvermessungen von Querprofilen durch ein Vermessungsbüro durchgeführt. Dies betrifft den Weißen Main von Flusskilometer 38,2 (bei Goldkronach) bis zu seinem Zusammenfluss mit dem Roten Main (bei Melkendorf) und die Schorgast von Flusskilometer 12,6 (Einmündung des Koserbachs in Wirsberg) bis zu ihrer Einmündung in den Weißen Main (bei Kauerndorf).

Vermessungen erfassen langfristige Veränderungen des Gewässerbettes. Dazu werden entlang der Flussachse in regelmäßigen Abständen Querprofile mit der Geometrie und Struktur von Flusssohle und Uferbereichen erstellt. Die Punkte zur Erstellung eines Querprofils sind im Gelände markiert und ermöglichen die wiederholte Datenerhebung an der gleichen Position.
Außerdem wird das Wasserwirtschaftsamt die Flusseinteilungszeichen, wie Höhenfestpunktsteine oder –bolzen, in regelmäßigem Abstand von 200 Metern vervollständigen und mittels Holz- oder Eisenpflöcken kennzeichnen. Dies gibt das Bayerische Wassergesetz Art. 25, Abs. 2 vor.

Wir bitten die betroffenen Anlieger um Verständnis. Bei Fragen können sie sich gerne an uns wenden.

Gewässer verbinden
2 Landkreise – 12 Gemeinden

In Waischenfeld unterzeichneten am 18. Juli 2018 zwölf Bürgermeisterinnen und Bürgermeister mit dem Wasserwirtschaftsamt Hof eine Vereinbarung für die Zukunft ihrer Gewässer.
Gemeinsames Ziel ist 170 km Flüsse und Bäche naturnäher zu gestalten.

Nur noch wenige Flüsse in Bayern befinden sich in einem annähernd naturnahen Zustand. Um das Wasser als eine der wichtigsten Lebensgrundlagen zu schützen, wurde in der Europäischen Union die Wasserrahmen-richtlinie eingeführt. Diese hat das Ziel, die Gewässer Europas wieder in einen guten Zustand zu bringen.

Dies gilt auch für die Wiesent mit ihren Nebengewässern von Püttlach, Ailsbach, Aufsess über Zeubach, Truppach, Lochau, Kainach bis zum Schwalbach.

Nachdem Wasser nicht an Gemeinde- und auch nicht an Landkreisgrenzen Halt macht, vereinbarten die Städte und Gemeinden im Einzugsgebiet der Wiesent und das Wasserwirtschaftsamt Hof gemeinsam ein sogenanntes Umsetzungskonzept zu erstellen. Hierin werden Maßnahmen aufgezeigt, wie der Lebens-raum in den Bächen und Flüssen für Tiere und Pflanzen in den nächsten Jahren verbessert werden kann.

Denkbare Maßnahmen sind solche, die die Struktur (variierende Gewässerbreiten, Fließtiefen und Fließgeschwindigkeiten) verbessern. Dazu können zum Beispiel Störsteine oder Totholz in den Gewässerlauf eingebaut werden. Weitere Maßnahmen, wie das Herstellen der Durchgängigkeit an Abstürzen oder Wehranlagen u.a. durch Umgehungs-gewässer, ermöglichen Fischen wieder das Wandern. Auch Uferrandstreifen sind sinnvoll, um den Nährstoffeintrag ins Gewässer zu vermindern.

Da ein großer Teil der Gewässer in staatlicher Zuständigkeit liegt, erstellt das Wasser-wirtschaftsamt Hof das Umsetzungskonzept für das ganze Einzugsgebiet, also auch für die kleinen Bäche, die in kommunaler Zuständigkeit liegen. Die Kosten für dieses Projekt übernimmt der Freistaat Bayern.
Sobald ein gemeinsamer Entwurf mit den 12 Kommunen erstellt ist, wird dieser mit der Öffentlichkeit diskutiert und weiterentwickelt.

Informationskampagne 2018: Unterhaltung an Grenzgewässern ist eine hoheitliche Aufgabe

Gewässer wurden gerne zur Festlegung von Grenzen hergenommen, sei es für Grundstücke, Landkreise, Bundesländer oder Staaten. Trotzdem kann das Gewässer ganz oder bis zur Mitte zu einem privaten Grundstück gehören.

Für Grundstücksbesitzer oder Pächter an der Staatsgrenze zur Tschechischen Republik gilt dabei jedoch, dass sie keinerlei Veränderungen am Gewässer vornehmen dürfen. Anderswo übliche Unterhaltungsmaßnahmen wie Entschlammen, Reparieren von Uferanbrüchen oder die Anpassung von Böschungen sind ihnen nicht gestattet.

Der 1995 zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Tschechischen Republik geschlossene Grenzgewässervertrag legt fest, dass alle wasserwirtschaftlichen und ökologischen Maßnahmen vorher zwischen beiden Staaten abzustimmen sind. Das Bayerische Wassergesetz überträgt die Zuständigkeit für die Grenzgewässer deshalb an die staatlichen Wasserwirtschaftsämter. Regelmäßig finden Begehungen der Grenzgewässer statt, bei denen bayerische und tschechische Fachleute den Zustand der Gewässer und das Vorhandensein von Grenzzeichen prüfen.

Wenn Grundstücksbesitzer oder Pächter eine Unterhaltungsmaßnahme für erforderlich halten, wäre eine Mitteilung an das zuständige Wasserwirtschaftsamt richtig, um das betreffende Gewässer in den Begehungsplan aufzunehmen. Kleine Maßnahmen kann das Wasserwirtschaftsamt nach der Begehung manchmal gleich erledigen. Ansonsten erstellt es die detaillierten Planungsunterlagen, die zur Abstimmung mit der tschechischen Seite erforderlich sind.

Unbefugte Unterhaltungsmaßnahmen sind rechtliche Verstöße und können entsprechende Strafen nach sich ziehen. Ist eine Wiederherstellung des Gewässerzustandes erforderlich, erfolgt sie durch das Wasserwirtschaftsamt und kann für den Verursacher mit Inrechnung-stellung der Kosten verbunden sein. Außerdem muss eine amtliche Vermessung des Grenzgewässers erfolgen, deren Ergebnis mit dem Grenzurkundenwerk abgeglichen wird.

Interessantes über die Flussperlmuschel im Dreiländereck

Das Foyer des Bayerischen Landesamtes für Umwelt in der Hofer Hans-Högn-Straße 12 beherbergt in diesem Jahr zahlreiche umweltbezogene Ausstellungen.
Vom 10. April bis zum 18. Mai 2018 gibt es „Die Flussperlmuschel – Ein Tier von höchstem Wert im Dreiländereck Bayern – Böhmen – Sachsen“ zu sehen.
Die Medien und die interessierte Öffentlichkeit sind zu deren Eröffnung am 10. April 2018 um 11.00 Uhr herzlich eingeladen.

Die bis zu 15 Zentimeter große Flussperlmuschel (Margaritifera margaritifera) ist ein besonderer bayerischer Artenschatz. Bayern beherbergt im Fichtelgebirge und im Bayerischen Wald die größten Vorkommen dieser bedrohten Art in Mitteleuropa.
Interessantes über die Lebensgrundlagen, Bedrohung und Maßnahmen zum Schutz der Flussperlmuschel vermittelt die von der Sächsischen Landesstiftung Natur konzipierte Wanderausstellung.
Auch die wunderschöne Verarbeitung des Perlmutts für Kunst, Schmuck und Gebrauchs-gegenstände darf bestaunt werden. Die historischen Exponate entstammen der privaten Sammlung von Nanne Wienands und Udo Benker-Wienands.

Das Wasserwirtschaftsamt Hof nutzt den Tag der Ausstellungseröffnung zu einem Arbeits-gespräch mit Wissenschaftlern und Akteuren zum Start eines neuen Schutzprojektes. Bis Mitte 2020 sollen die auf bayerischem Gebiet betriebenen Fischteiche, die von Perl-muschelbächen gespeist werden und deren Überläufe dort wieder münden, genauer untersucht werden. Welche Nutzungsformen vorliegen, wie sich diese auf die Muschel-gewässer auswirken und welche wasser-rechtlichen Schlussfolgerungen sich ergeben, wird im Rahmen des vom Bayerischen Umwelt- und Landwirtschafts-ministerium geförderten Projektes festgestellt. „Das ist ein Einfluss-faktor, über den wir bisher nicht genügend wissen. Wir müssen die Teichbesitzer gezielt beraten, wie in diesem sensiblen Gebiet die Fischzucht und der Schutz der Flussperl-muschel nebeneinander funktionieren können.“ sagt Projektleiter Dr. Martin Mörtl vom Wasserwirtschaftsamt Hof.

2017

Zu viel Feinmaterial in den Gewässern – Was tun?
Gewässer-Nachbarschaftstag in Oberkotzau

Verschlammte Bäche – Wer kennt das nicht? Damit aber Fische und Kleinstlebewesen in unseren Bächen gute Lebensbedingungen vorfinden, muss die Gewässerverschlammung verhindert werden.
Die Ursachen sind oft vielfältig und nicht immer leicht zu entdecken. Beim Gewässer-Nachbarschaftstag wird mit den Unterhaltungspflichtigen (i. d. Regel den Gemeinden) und den Fachbehörden darüber diskutiert, wo die konkreten Ursachen liegen und welche Lösungen es dafür gibt. Zudem wird auch aufgezeigt, welche Unterstützung Gemeinden dabei erhalten können.
Zum Gewässer-Nachbarschaftstag im Landkreis Hof werden am 26. Oktober 2017 Praktiker der Gemeinden, Bürgermeister und Fachleute in Oberkotzau erwartet.

Oberkotzaus Erster Bürgermeister Stefan Breuer wird die Erfolge und die weiteren Planungen bei der naturnahen Gewässerentwicklung der Schwesnitz im Bereich Summapark vorstellen. Michael Stocker vom Wasserwirtschaftsamt Hof, der Berater für die Gewässernachbarschaft im Landkreis Hof, erläutert die Feinsedimentproblematik. Weitere Referenten ergänzen die Thematik aus landwirtschaftlicher Sicht und zeigen Praxisbeispiele sowie finanzielle Fördermöglichkeiten des Freistaates Bayern auf.

Hinweis

Der Nachbarschaftstag wird am Nachmittag mit einer Exkursion an den „Summa-Park“ fort-geführt.
Treffpunkt für Fototermin:
13 Uhr am Wohnmobilstellplatz in der Fabrikstraße

Rückfragen, Presseauskünfte und Detailabstimmungen:
Herr Michael Stocker
Tel. 09281 / 891-209
E-Mail michael.stocker@wwa-ho.bayern.de

zum Programm ...

25 Dienstjahre in der Wasserwirtschaftsverwaltung

Am Wasserwirtschaftsamt Hof erhielt Bauingenieurin Gudrun Bruns im September die Eh-renurkunde für 25 Jahre Dienstzugehörigkeit zum Freistaat Bayern. Der Amtsleiter der Fach-behörde, Leitender Baudirektor Benno Strehler, dankte für ihre geleistete Arbeit und Einsatz-bereitschaft.

Gudrun Bruns entstammt dem Familienbetrieb Estrich-Peter und bringt von dort eine hand-feste Ausbildung und praktische Erfahrungen mit. In den 1980-er Jahren studierte sie Bau-ingenieurwesen an der Fachhochschule Nürnberg und sammelte danach im Spezial-tiefbau erste Berufserfahrungen. Im Nürnberger Raum hat sie an Baugrubensicherungen und Gründungen für Verkehrsbauten mitgewirkt. Nach einer familiären Pause konnte sie im Herbst 1992 als Angestellte zum Wasser-wirtschaftsamt Hof wechseln. Die Planung und Bauleitung für Renaturierungen kleiner Gewässer im Landkreis Kronach zählte hier zu ihren ersten Aufgaben. Außerdem gehörte sie dem Sachgebiet technische Gewässeraufsicht für das Stadtgebiet Hof an, das dort die relevanten wasserrechtlichen Nutzungen überwacht. Dazu gehören Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen, zahlreiche Altlasten und Einleitungen von behandeltem Abwasser und Niederschlagswasser in die oberirdischen Gewässer.

Im Zuge der bayerischen Verwaltungsreform wurden 1999 Aufgaben der technischen Gewässeraufsicht von den Wasserwirtschaftsämtern an die Kreisverwaltungsbehörden übertragen. Am Landratsamt Hof wurde für diese Aufgaben zunächst eine personelle Vertretung erforderlich, die Gudrun Bruns drei Jahre lang in Abordnung übernahm. Die Tätigkeit umfasste die Bewertung der wassergefährdenden Stoffe in Produktionsbetrieben des Landkreises Hof und die Anordnung entsprechender Vorkehrungen zum Gewässer-schutz. Auch Gülle aus der intensiven Tierhaltung gehört zu den wassergefährdenden Stoffen. Dass einzelne Landwirte Unverständnis für erforderliche technische Schutzmaß-nahmen hatten, musste Gudrun Bruns selbst erleben, als ein Landwirt mit Hilfe zweier Hunde und eines Gewehres das Gespräch verweigerte.

Seit ihrer Rückkehr an das Wasserwirtschaftsamt Hof gehört der Unterhalt wasserbaulicher Anlagen des Freistaates Bayern im Amtsbereich zu ihren Aufgaben. Das waren anfangs die Trinkwassertalsperre Mauthaus, die Förmitztalsperre und der Schönstädt-Speicher bei Coburg. Davon blieb nach der Umstrukturierung der bayerischen Wasserwirtschaftsämter ab 2006 nur die Förmitztalsperre relevant, sodass die Ingenieurin nun in die Bereiche Öffent-lichkeitsarbeit und Begutachtung von Abwassereinleitungen einbezogen wurde. Vor vier Jahren übernahm Gudrun Bruns die haushälterische Betreuung des gesamten Fachbereichs Wasserbau. Die Bereitstellung und Abrechnung von jährlich über fünf Millionen Euro Haushaltsmitteln dient allen staatlichen Wasserbauvorhaben sowie dem Unterhalt der Förmitztalsperre und anderer Gewässer in den Landkreisen Bayreuth, Hof, Kulmbach und Wunsiedel.

Maßnahmen für den „guten ökologischen Zustand" der Eger von Weißenstadt bis Selb

Das Wasserwirtschaftsamt Hof lädt alle Interessierten zu einer Informations- und Diskussionsrunde
am Donnerstag, den 12. Oktober 2017, um 19:00 Uhr
ins Bürgerhaus der Stadt Röslau in die Wunsiedler Str. 30, 95195 Röslau, ein.

Die Eger verfehlt von der Quelle bis unterhalb des Lausenbaches den „guten ökologischen Zustand“. Vor allem Fische und im Gewässer lebende Kleinstlebewesen finden in der Eger nicht überall geeigneten Lebensraum. Außerdem ist durch die vorhandenen Wehranlagen die „biologische Durchgängigkeit“ der Eger unterbrochen, so dass Fische und andere im Gewässer lebende Kleinstlebewesen nicht flussauf- und flussabwärts zu ihren Lebensräumen wandern können.

Die Europäische Wasserrahmenrichtlinie dient dem Schutz des Wassers als zunächst wichtigste Lebensgrundlage für Fische, im Gewässer lebende Kleinstlebewesen und letztlich auch für uns Menschen. Deshalb sind europaweit die Gewässer wieder in einen guten, annähernd naturnahen, Zustand zu bringen.

Bei der Veranstaltung erläutern Fachleute des Wasserwirtschaftsamtes die Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie an der Eger und die erforderlichen Maßnahmen zur Verbesserung des Zustandes der Eger. Weitere Anregungen und Vorschläge von Anliegern und Interessenten werden dabei aufgenommen und sollen Eingang in das sogenannte Umsetzungskonzept finden. Ansprechpartner für die Europäische Wasserrahmenrichtlinie und das Umsetzungskonzept am Wasserwirtschaftsamt Hof sind Herr Labindzius (Tel.: 09281/891-210) und Herr Bernhardt (Tel.: 09281/891-235).

Maßnahmen für den „guten ökologischen Zustand" der Sächsischen Saale von der Quelle bis Hof

Das Wasserwirtschaftsamt Hof und die Stadt Schwarzenbach/Saale laden alle Interessierten zu einer Informations- und Diskussionsrunde
am Mittwoch, den 19. Juli 2017 um 19:00 Uhr
in den Bürgersaal Martinlamitz, Am Dorfplatz 4, 95126 Schwarzenbach/S., ein

Bei der Veranstaltung erläutern Fachkräfte des Wasserwirtschaftsamtes Hof und des Planungsbüros ifanos Wasser & Landschaft die Anforderungen der Wasserrahmenrichtlinie, die Ergebnisse der Bestandsaufnahme und die möglichen Umgestaltungsmaßnahmen. Weitere Anregungen und Vorschläge von Anliegern und Interessenten werden dabei aufgenommen und sollen Eingang in ein Umsetzungskonzept finden.
Nach der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie, die dem Schutz des Wassers als wichtigste Lebensgrundlage dient, sind europaweit die Gewässer wieder in einen guten, annähernd naturnahen, Zustand zu bringen. Es soll der „gute ökologische Zustand“ erreicht werden.

Die Saale von der Quelle südlich von Zell bis zur Einmündung Südliche Regnitz verfehlt bisher den „guten ökologischen Zustand. Vor allem für Fische und ihren Nachwuchs findet sich in der Saale nicht genügend geeigneter Lebensraum. Außerdem ist durch die vorhandenen Wehranlagen die „biologische Durchgängigkeit“ der Saale unterbrochen, so dass Fische und andere Wassertiere nicht flussauf- und flussabwärts zu ihren Lebensräumen wandern können.
Um die Situation an der Saale zu verbessern, werden daher auf Basis einer Bestandsaufnahme Maßnahmen zur Entwicklung der Gewässerstruktur geplant und in einem Umsetzungskonzept zusammengefasst. Der erste Entwurf dieses Umsetzungskonzeptes soll nun der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Interessierte können sich auf der Homepage des Wasserwirtschaftsamtes vorinformieren.

Weltwassertag am 22. März 2017

Anlässlich des Weltwassertages, der 2017 unter dem Motto "Wastewater - Abwasser" steht, laden der Abwasserverband Selbitztal und das Wasserwirtschaftsamt Hof am 22. März 2017 zur Besichtigung der Kläranlage in Naila ein. Die Funktionsweise der komplexen Anlage wird bei Führungen, die zu jeder halben Stunde stattfinden, vorgestellt (Dauer ca. 45 Minuten, festes Schuhwerk empfohlen). Das Wasserwirtschaftsamt Hof und weitere kompetente Partner sind mit Informationen zum Gewässerschutz, zur Gewässeraufsicht und zur Grundstücksentwässerung vor Ort. Ein Imbiss und Getränke sowie ein Glücksrad runden die von 11 bis 16 Uhr dauernde Veranstaltung ab.
Übrigens: die Bakterien der biologischen Reinigungsstufe lieben Alkohol ! Bringen Sie mit, was zuhause nicht mehr getrunken wird und leeren es in einen Sammeltank. Wer richtig schätzt, wie voll er zum Veranstaltungsende wird, kann Thermengutscheine gewinnen.
Kläranlagenstandort: Mittelklingensporn 4, 95119 Naila

zur Pressemitteilung des Abwasserverbandes Selbitztal ...

2016

Verband und Kommunen einigen sich auf gemeinsame Schmutzfrachtberechnung

Der Abwasserverband Saale reinigt auf der zentralen Kläranlage in Hof das Abwasser aus 14 Kommunen. Dass die Ortskanäle, die Hauptsammler und die Kläranlage ein gemeinsames wasserwirtschaftliches System bilden, wird bei den wasserrechtlich erforderlichen Nachweisen schon länger berücksichtigt – noch nicht aber in der praktischen Betrachtung aller Beteiligten. Im Rahmen des vom bayerischen Umweltministerium geförderten Projektes „Demografiebedingte Strukturanpassung in der Abwasserentsorgung – Herausforderungen und Möglichkeiten im Bereich des Abwasserverbands Saale“ sind Verband und Kommunen seit April 2015 in einen Informations- und Verbesserungsprozess begriffen.

zur Pressemitteilung ...

Vermessungsarbeiten an den Flüssen Wiesent, Eger und Selb

Von November 2016 bis zum Frühjahr 2017 werden an den Flüssen Wiesent (Landkreis Bayreuth), Eger und Selb (Landkreis Wunsiedel i.F.) Neuvermessungen von Querprofilen durch ein Vermessungsbüro durchgeführt.
Dies bezieht sich auf den Zuständigkeits-bereich des Freistaates Bayern (Gew. I und II) betrifft die Wiesent im Bereich von Flusskilo-meter 64,8 (Einmündung der Kainach bei Hollfeld) bis Flusskilometer 40,8 (Einmündung der Aufseß bei Doos), die Eger flussabwärts ab Flusskilometer 36,0 (Straßenbrücke bei Röslau) sowie die Selb flussabwärts ab Flusskilometer 9,8 (Einmündung des Roßbachs bei Stopfersfurth).

Durch die Vermessungen werden langfristige Veränderungen durch besondere Ereignisse, wie z. B. Hochwasser erfasst. Dazu wird entlang der Flussachse in regelmäßigen Abständen ein Querprofil erstellt. Es enthält Informationen über die Struktur von Flusssohle und Uferbereichen. Die Punkte zur Erstellung eines Querprofils sind im Gelände markiert und ermöglichen die wiederholte Datenerhebung an der gleichen Position.

Das Wasserwirtschaftsamt bittet die betroffenen Anlieger um Verständnis. Bei Fragen können sie sich gerne an das Wasserwirtschaftsamt Hof wenden.

Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf:
Wilderei von streng geschützten Flussperlmuscheln nicht hinnehmbar

10.000 Euro Belohnung für Hinweise

Das Bayerische Umweltministerium setzt für Hinweise zur Aufklärung möglicher Umweltstraftaten an der streng geschützten Flussperlmuschel in Oberfranken eine Belohnung von 10.000 Euro aus.

zur Pressemitteilung ...

Vermessungsarbeiten an der Selbitz

Derzeit führt ein Ingenieurbüro im Auftrag des Wasserwirtschaftsamtes Hof eine Neuvermessung der Querprofile in der Selbitz durch. Langfristige Veränderungen durch besondere Ereignisse, wie z. B. Hochwasser werden durch die Vermessung erfasst. Dazu wird entlang der Flussachse in regelmäßigen Abständen ein Querprofil erstellt. Es enthält Informationen über die Struktur von Flusssohle und Uferbereichen. Die Punkte zur Erstellung eines Querprofils sind im Gelände markiert und ermöglichen die wiederholte Datenerhebung an der gleichen Position. Die Vermessung beginnt bei Flusskilometer 27,6, der Einmündung des Edlendorfer Baches bei Helmbrechts, und endet am Flusskilometer 0, der Mündung in die Sächsische Saale an der Landesgrenze zu Thüringen. Die Vermessung wird voraussichtlich bis Ende November 2016 abgeschlossen sein.

Das Wasserwirtschaftsamt bittet die betroffenen Anlieger in den Gemeinden Schauenstein, Selbitz, Naila, Issigau und Lichtenberg um Verständnis. Bei Fragen können sie sich gerne an das Wasserwirtschaftsamt Hof wenden.