Pressemitteilungen

2021

Hochwasserschutz Bad Berneck in den Startlöchern - Gehölzarbeiten zur Vorbereitung der Bohrungen

Ab dem 03.03.21 werden in Bad Berneck am Weißen Main Gehölzarbeiten im Bereich der Kulmbacher Straße durchgeführt.

Das Wasserwirtschaftsamt Hof und die Stadt Bad Berneck planen gemeinsam die Errichtung eines Hochwasserschutzes entlang des Weißen Mains. Im Bereich der Kulmbacher Straße besteht dieser aus einer Betonwand auf ca. 6 Meter langen Pfählen. Diese werden durch ein Bohrgerät in den Untergrund eingebracht.

Damit diese Pfähle gebohrt werden können, reicht der Arbeitsraum der Maschine bis in eine Höhe von ca. 9 Metern. Dieser Raum muss frei von Ästen sein. Daher werden alle Äste, die in die Trasse der Hochwasserschutzwand ragen, bis auf eine Höhe von ca. 9 Metern entfernt.

Für die entstehenden Behinderungen durch die Baumaßnahme bitten wir um Verständnis.

Vermessungsarbeiten an Kössein und Röslau

Ab Montag, 01.03.2021 werden an der Kössein bei Marktredwitz – Brand und an der Röslau bei Arzberg – Oschwitz Vermessungsarbeiten durchgeführt. Die Aufnahme der Kössein bzw. der Röslau und des Geländes werden ca. 2-3 Tage dauern und erfolgen durch ein Ingenieurbüro im Auftrag des Wasserwirtschaftsamtes Hof.

Bei den Arbeiten werden Uferanbrüche erfasst und aufgenommen. Dort sollen Sicherungsmaßnahmen gegen ein weiteres Ausspülen der Ufer geplant und durchgeführt werden.

Das Wasserwirtschaftsamt bittet die betroffenen Anlieger um Verständnis. Bei Fragen können sie sich gerne an das Wasserwirtschaftsamt Hof wenden.

Hochwasserschutz Bad Berneck in den Startlöchern – Durchführung der Beweissicherung ab Ende Januar

Die Stadt Bad Berneck ist durch Hochwasser des Weißen Mains gefährdet. Um große Schäden wie zuletzt 2006 zu verhindern, soll ab dem Frühjahr 2021 mit dem Bau von Hochwasserschutzanlagen begonnen werden. Trotz sorgfältiger Auswahl von Bauverfahren können Schäden infolge von Baumaßnahmen nie vollständig ausgeschlossen werden. Für solche Schäden haftet der Verursacher. Im Vorgriff der Bauarbeiten wird daher ab Ende Januar 2021 im Auftrag des Wasserwirtschaftsamtes Hof der Zustand von Gebäuden, Straßen und Bauwerken im Umfeld der Baumaßnahme erhoben und dokumentiert. Diese Aufnahmen dienen der Beweissicherung für einen etwaigen Schadensfall.

Zum Schutz vor Hochwasser sollen in Bad Berneck von der Kreuzung Kulmbacher Straße / Bayreuther Straße bis ca. 50 m nach der letzten Bebauung an der Kulmbach Straße Betonmauern oder im Bereich der Wiesenflächen ein Erddeich errichtet werden. Die Baumaßnahmen werden bis voraussichtlich Herbst 2022 andauern. Träger der Maßnahmen ist das Wasserwirtschaftsamt Hof mit Beteiligung der Stadt Bad Berneck. Die Gesamtkosten des Hochwasserschutzes betragen rd. 6 Mio. €.

Mehr Sicherheit für Verkehrsteilnehmer - Morsche Bäume und Äste im Bereich der Schützenstraße in Schwarzenbach a. d. Saale werden entfernt

Bei regelmäßigen Baumkontrollen wurde festgestellt, dass in Schwarzenbach a. d. Saale im Bereich der Schützenstraße / Zufahrt Hundetrainingsplatz morsche Bäume und Äste vorhanden sind. Dabei droht die Gefahr, dass diese abbrechen oder umstürzen und auf Verkehrsteilnehmer fallen könnten.

Daher werden auf dem nördlich der Zufahrt gelegenen Grundstück im Auftrag des Wasserwirtschaftsamtes Hof voraussichtlich ab der Kalenderwoche 3 bzw. 4 dringend notwendige Gehölzpflegemaßnahmen durchgeführt. Diese sind zur Herstellung der erforderlichen Verkehrssicherheit der Zuwegung zum Hundetrainingsplatz erforderlich.

Die Arbeiten werden am Rande eines Biotops durchgeführt. Zur Förderung der Artenvielfalt verbleibt das geschlagene Holz als sogenanntes Totholz vor Ort. Dort können sich neue Lebensräume für Tiere und Pflanzen entwickeln. Für eventuelle Beeinträchtigungen der Anlieger während der Arbeiten bitten wir um Verständnis.

2020

Gew. II, Roter Main - Hochwasserschutz der Stadt Bayreuth

Hochwasserschutz Bayreuth - Ein Blick in den Untergrund für das neue Rückhaltebecken bei Bauernhöfen - Bodenuntersuchung soll Aufschluss über den Untergrund für das neue Hochwasserrückhaltebecken bei Bauernhöfen bringen.
Die Planungen zum Hochwasserschutz Bayreuth gehen in die nächste Runde. Ab Dezember 2020 finden am geplanten Standort zwischen Bauernhöfen und Bruckmühle am Roten Main (Stadt Bayreuth / Markt Weidenberg) Baugrunduntersuchungen statt. Mit bis zu 20 m tiefen Bohrungen werden Bodenproben aus verschiedenen Tiefen im Talraum gewonnen, um den Bodenaufbau zu erkunden. Aus den Untersuchungen werden wichtige Erkenntnisse für die weiteren Planungen und die Bauweise des Damms bei Bauernhöfen gewonnen. Die Arbeiten erfolgen durch eine Bohrfirma, begleitet von einem Ingenieurbüro im Auftrag des Wasserwirtschaftsamtes Hof.

Das Hochwasserrückhaltebecken Bauernhöfen ist der zweite wichtige Baustein um die Stadt Bayreuth vor einem 100-jährlichen Hochwasser des Roten Mains zu schützen. Der erste Teil, das Rückhaltebecken in der Wilhelminenaue, wurde bereits 2013 fertiggestellt. Neben den beiden genannten Standorten wird noch mindestens ein weiteres Hochwasserrückhaltebecken benötigt.

Das Hochwasserrückhaltebecken bei Bauernhöfen soll bis zu 30 Hektar Staufläche umfassen, das entspricht einer Fläche von ca. 40 Fußballfeldern. Das Becken ist als sog. Trockenbecken geplant, d. h. ein Einstau erfolgt nur im Hochwasserfall. Bei einem 100-jährlichen Hochwasserereignis werden bis zu 840.000 m³ Wasser zurückgehalten. Die Realisierung erfolgt gemeinsam mit der Stadt Bayreuth. Darüber hinaus wird das Projekt durch das Nationale Hochwasserschutzprogramm des Bundes gefördert.

100 Jahre Arbeit mit und für unser Wasser
„Happy Birthday!“ Wasserwirtschaftsamt Hof

„Wasser schafft…“ ist das Motto des Festaktes anlässlich des 100. Geburtstages unseres Wasserwirtschaftsamtes Hof (WWA), der am 15.10.2020 in der Bürgerge-sellschaft in Hof gefeiert wurde.
Der Festvortrag, als zentrales Element der Auftaktveranstaltung zum Jubiläumsjahr des WWA, führt die Gäste durch eine Zeitreise der Geschichte der Region im Zeichen des Wassers. Kreisarchivpfleger Adrian Roßner, Behördenleiterin Gabriele Merz und die Mitarbeiter des Was-serwirtschaftsamtes Magdalena Wirth und Christian Weiß erzählen von den Schwierigkeiten und Entwicklungen der letzten 100 Jahre und erklären, dass Wasser mehr als Wirtschaft schafft…
Besonders freuen durfte sich das Wasserwirtschaftsamt Hof über die persönlichen Glückwünsche und Grußworte der Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz und der Oberbürgermeisterin der Stadt Hof Eva Döhla. Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber, dessen Ministerium in diesem Jahr gleichzeitig sein 50-jähriges Jubiläum feiert, gratulierte per Videobotschaft.

Die Veranstaltung ist Auftakt zu einer zehnteiligen Vortragsreihe zu verschiedenen wasserwirtschaftlichen Themen im kommenden Jahr. Die Veranstaltungen sollen an verschiedenen Orten in den Landkreisen des Amtsbezirkes - Bayreuth, Hof, Kulmbach und Wunsiedel im Fichtelgebirge - stattfinden.
Die gesamte Festveranstaltung und Informationen zur Vortragsreihe können Sie der Homepage des Wasserwirtschaftsamts Hof www.wwa-ho.bayern.de entnehmen. Das WWA Hof freut sich auf Ihr mitfeiern.

Gew.I, Sächsische Saale - Unterhaltungsmaßnahmen Wehr ehem. Steinmühle bei Hischberg
Untertiefengrün (Freistaat Bayern) / Hischberg (Freistaat Thüringen)

Am Steinmühlenwehr nagt der Zahn der Zeit – Sicherungsmaßnahmen müssen durchgeführt werden.
Das Wehr der ehemaligen Steinmühle in Hirschberg befindet sich an der Grenze zwischen Bayern und Thüringen im beliebten Erholungsgebiet der Hirschberger, dem Hag. Hier staut es die Sächsische Saale auf. Bei einer Bauwerksprüfung wurde festgestellt, dass das in die Jahre gekommene Wehr gravierende Mängel aufweist. Bei einem größeren Hochwasser besteht die Gefahr, dass es bricht. Vor allem auf bayerischer Seite sind Teile des Wehrkörpers ausgespült. Die Schäden machen kurzfristige Sicherungsmaßnahmen erforderlich. Dabei werden die Fehlstellen mit Wasserbausteinen gesichert, ähnlich wie bei einem hohlen Zahn, der wieder eine Füllung bekommt.
Die Arbeiten sollen auf bayerischer Seite im Auftrag des Wasserwirtschaftsamtes Hof in der KW 42 durchgeführt werden und etwa drei Tage andauern. Die Zufahrt der Baustelle erfolgt über die Stadt Hirschberg. Betroffene und Anwohner bitten wir um Verständnis für etwaige Störungen während der Arbeiten.

Gew.II, Selbitz - Arbeiten zur Umsetzung Wasserrahmenrichtlinie
Die Selbitz soll in Selbitz und Volkmannsgrün wieder lebenswerter werden

Voraussichtlich ab KW 41 will das Wasserwirtschaftsamt Hof an der Selbitz von Selbitz bis Volkmannsgrün den Lebensraum für Tiere und Pflanzen verbessern. Kleinere Schwellen sollen für Wasserbewohner wieder durchgängig gestaltet werden. Strukturmaßnahmen sollen unterschiedliche Strömungsbereiche schaffen. Hierzu werden zum Beispiel Wurzelstöcke eingebracht, die als Unterstand für Fische dienen.
Auf Grundlage der EG-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL), einer rechtlichen Vorgabe der Europäischen Union, die vorschreibt alle Gewässer innerhalb der EU bis 2027 in einen guten Zustand zurückzubringen, wurde eine Zustandsbewertung an der Selbitz vorgenommen. Hiernach weist die Selbitz derzeit nur einen mäßigen ökologischen Zustand auf. Bei der Bewertung werden verschiedene Kriterien untersucht und die Maßnahmen an die Problemstellen angepasst. Die Selbitz wurde in der Vergangenheit abschnittsweise begradigt und verbaut. Von Wüstenselbitz bis zur Mündung in die Saale bei Blankenstein befinden sich insgesamt zehn Querbauwerke und 25 Schwellen. Diese stellen Wanderhindernisse für Fische und kleine Wassertierchen dar.
Durch die Maßnahmen soll die Selbitz wieder lebenswerter und durchwanderbar gemacht werden und gleichzeitig das Erreichen des guten ökologischen Zustands bewirken. Sie werden im Rahmen der Gewässerunterhaltung durchgeführt.
Betroffene und Anwohner bitten wir für etwaige Störungen während der Arbeiten um Verständnis.

Baugrunduntersuchungen zum Umbau der Wehranlage der ehemaligen Stegmühle in Schwarzenbach an der Saale beginnen

Ab Montag, 28.9.2020 werden im Bereich der ehemaligen Stegmühle in Schwarzenbach a. d. Saale Baugrunduntersuchungen durchgeführt. Die Arbeiten erfolgen durch ein Ingenieurbüro im Auftrag des Wasserwirtschaftsamtes Hof. Sie dienen dem Vorhaben einer ökologischen Umgestaltung dieses Bereichs der Saale in Schwarzenbach.
Die Sächsische Saale ist nach dem europäischen Bewertungsmaßstab derzeit nicht im guten ökologischen Zustand. Das liegt in diesem Flussabschnitt vor allem an den vielen Wanderhindernissen, wie dem Wehr der ehemaligen Stegmühle mitten in Schwarzenbach. Dieses stellt für viele Fische und andere Wasserlebewesen eine unüberwindliche Barriere dar. Deshalb ist es notwendig, derartige Bauwerke so umzubauen, dass die sogenannte ökologische Durchgängigkeit wieder erreicht wird. Das Wasserwirtschaftsamt Hof hat dazu entsprechende Planungen beauftragt.

Abstandsregeln auch für Hunde

Zweibeinige Badegäste bekommen am Förmitzspeicher ab sofort eine eigene Liegewiese.
Um einen konfliktfreien Badebetrieb von Badegästen und Hundehaltern zu ermöglichen, wurde jetzt am Förmitzspeicher eine Badezone eingerichtet, die ausschließlich den zweibeinigen Badegästen vorbehalten bleibt.
Auslöser für den Erlass dieser etwas anderen Abstandsregel ist zunächst ein Vorfall, bei dem im vergangenen Jahr ein Badegast von einem Hund angegriffen wurde. Außerdem gab es in letzter Zeit vermehrt Beschwerden von erholungssuchenden Badegästen, die sich von freilaufenden Hunden belästigt fühlen.

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Die Selb bekommt ein neues natürliches Gewand und macht sich schick für die bayerisch - tschechischen Freundschaftswochen 2023

Es geht los. Noch im August wird mit den Bauarbeiten zur Renaturierung im Stadtgebiet Selb begonnen.
Ab 24.08.2020 wird sich das Erscheinungsbild der Selb in einigen Abschnitten deutlich wandeln. Auf einer Länge von 600 m südlich des Stadtgebiets wird der Bach renaturiert. In weiteren Bereichen innerhalb der Stadt sind kleinere Maßnahmen geplant um naturnahe Strukturen zu schaffen.
Mit dem Projekt will das Wasserwirtschaftsamt Hof nicht nur den Lebensraum Gewässer verbessern, sondern gleichzeitig einen Ort zum Spielen, Entdecken und Verweilen für alle schaffen.
Läuft alles nach Plan wird ein Großteil der Maßnahmen in diesem Jahr noch umgesetzt. Dazu zählt auch der Umbau des vorhandenen Absturzes nahe des Theaters. Wasserlebewesen können dort künftig wieder ungehindert flussauf und flussab schwimmen. Außerdem wird überflüssiger Boden und Schlamm entfernt, der sich über die Jahre am Ufer abgelagert hat. Dadurch hat die Selb bei Hochwasser wieder mehr Platz. Insgesamt werden Naturerlebnisräume mit flachen kiesigen Ufern und schattigen Plätzen für Mensch und Tier ge-schaffen. Die Natur soll sich wieder selbst entfalten und erlebt werden können. Letzte Arbeiten, wie Pflanz- und Pflegearbeiten, werden dann noch im nächsten Jahr stattfinden.
Die Bauarbeiten werden von der Firma Teichmann ausgeführt. Die Bauleitung übernimmt das Ingenieurbüro Stowasser. Über 1 Mio. € investiert der Freistaat Bayern, damit die Selb rechtzeitig bereit ist für die Festlichkeiten anlässlich der bayerisch – tschechischen Freundschaftswochen 2023.
Bis es so weit ist, bitten wir um Verständnis für die mit den Baumaßnahmen einhergehenden Beeinträchtigungen. Für Fragen können Sie sich gern an Ihr Wasserwirtschaftsamt in Hof wenden.

Idyllischer Spaziergang an der Sächsichen Saale in Hof mit Lerneffekt für Groß und Klein

Die Sächsische Saale zwischen Unterer Steinerner Brücke und Lessingbrücke. Bei einer Wassertour erklärt Flussmeister Hr. Rothemund am Freitag Interessantes zum Gewässer und den anliegenden technischen Bauwerken.

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Der Main - auf dem Weg zum "Guten Zustand"

Der Main ist zwischen Steinhausen und Mainklein durch vielfältige Nutzungen und Umgestaltungen aus der Vergangenheit geprägt. Nach einer Zustandsbewertung auf Grundlage der EG-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) weist er derzeit einen mäßigen ökologischen Zustand auf. Um den von der WRRL geforderten guten ökologischen Zustand zu erreichen, wurden Maßnahmen für den Main erarbeitet. Diese sind in einem sogenannten Umsetzungskonzept dargestellt.

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Gewässer I., Sächsische Saale
Vermessungsarbeiten am Hallenbadwehr in der Stadt Hof

Ab Mittwoch, 17.6.2020 werden im Bereich des Hallenbadwehrs in Hof zwischen Friedrich-Ebert-Brücke und Jenasteg Vermessungsarbeiten durchgeführt. Die Geländeaufnahmen erfolgen durch ein Ingenieurbüro im Auftrag des Wasserwirtschaftsamtes Hof. Sie dienen weiteren Planungen zur ökologischen Durchgängigkeit der Saale im Stadtgebiet.
Die Sächsische Saale ist gemäß dem europäischen Bewertungsmaßstab derzeit nicht im notwendigen guten ökologischen Zustand. Das liegt zum großen Teil an den vielen Wanderhindernissen für Lebewesen wie z.B. dem Hallenbadwehr.
Vorhandene Querbauwerke stellen für Fische und andere Wasserlebewesen eine unüberwindliche Barriere dar.
Deshalb ist es notwendig, derartige Bauwerke so umzubauen, dass die sogenannte Durchgängigkeit wieder erreicht wird. Das Wasserwirtschaftsamt Hof hat deswegen eine entsprechende Machbarkeitsstudie für das Hallenbadwehr beauftragt.

2019

Gewässerunterhalt im Einklang mit dem Naturschutz

In Stadt und Landkreis Hof sind die Kommunen unterhaltungspflichtig für über 1000 Kilometer Bäche und Gräben. Dabei sind die Aufgaben sehr vielfältig. Auf der einen Seite stehen die Ziele der Wasserwirtschaft, das Gewässerbett mit seinen Ufern zu erhalten und die ökologische Funktionsfähigkeit des Gewässers zu fördern. Auf der anderen Seite muss der Naturschutz beachtet werden, dessen Vorgaben sich häufig auf ganz bestimmte Arten und Lebensräume beziehen. Außerdem gelten in ausgewiesenen Schutzgebieten zusätzliche Vorgaben zur Gewässerunterhaltung.
Für die Kommunen ist es oft schwierig bei den täglichen Arbeiten am Gewässer alle Belange des Naturschutzes zu kennen und deren Vorgaben praktisch umzusetzen.

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An der Saale werden Gehölzmaßnahmen durchgeführt

An den Hofer Hochwasserschutzanlagen zwischen Hallenbad und Kläranlage werden in den nächsten Wochen Gehölzpflege- und Rodungsmaßnahmen durchgeführt. Gründe für die Maßnahmen sind die Freimachung des Abflussprofiles, der Unterhalt der Hochwasserschutz-einrichtungen und die öffentliche Sicherheit.

So ist flussaufwärts des Hallenbades bei den Weiden eine Kronenpflege erforderlich. Sie sind durch Blitzeinschlag und Pilzbefall beeinträchtigt. Da sie am Fußweg stehen, ist der Verschnitt aus Gründen der Verkehrssicherheit erforderlich.
Außerdem ist neben der Krebsbachbrücke rechtsufrig das Fällen einer Pappel erforderlich, die eine Gefährdung der Anlieger und Verkehrsflächen darstellt.

Die Austriebe der auf Stock gesetzten Weiden im Hochwasser-Abflussprofil müssen im ge-samten Bereich entfernt werden, da sie Hindernisse für den Hochwasserabfluss sind.
Flussabwärts der Michaelisbrücke müssen alle auf dem Deich und am Ufer wachsenden Bü-sche entfernt werden, denn für den schadlosen Abfluss eines großen Hochwassers darf das Abflussprofil nicht zugewachsen sein. Auch das Wurzelwerk muss entfernt werden, bevor sich Hohlräume bilden, Nagetiere angelockt werden und letztlich die Standsicherheit der Deiche gefährdet ist.

Die Entscheidung zwischen Gefahrenvorsorge und Natur am Gewässer macht sich die bayerische Wasserwirtschaftsverwaltung nicht leicht. Aber auf den Hochwasserschutz von 40 Hektar Siedlungsfläche müssen sich Ein-wohner, Gewerbetreibende und Verkehrsteil-nehmer verlassen können, genauso wie auf die Sicherheit der öffentlichen Geh- und Radwege.
Die zuständige Flussmeisterstelle des Wasser-wirtschaftsamtes Hof wird bei den Arbeiten vom Maschinenring unterstützt. Für den Durch-führungszeitraum von ca. zwei Wochen müssen die einzelnen Bereiche aus Sicherheitsgründen gesperrt werden. Für alle Maßnahmen wurden Ausnahmegenehmigungen von der Hofer Baumschutzverordnung eingeholt.

Erhebung von Querprofilen an Perlenbach, Schwesnitz und Kössein
Ertüchtigung der Flussausstattung

Bis Jahresende 2019 wird ein externes Vermessungsbüro im Auftrag des Wasserwirtschafts-amtes Hof Querprofile an folgenden Gewässern erheben:
Kössein von Marktredwitz bis zur Mündung, Schwesnitz von Rehau bis zur Mündung sowie am Perlenbach von der Einmündung Bocksbach bis zur Mündung.

Zuvor wird das Wasserwirtschaftsamt Hof dort die Ausstattung mit Flusseinteilungszeichen ertüchtigen. Dazu werden fehlende Höhenfestpunktsteine (oder -bolzen) ersetzt und nach Möglichkeit auch sichtbar (mittels Eisenpflock) gekennzeichnet. Die Höhenfestpunktsteine werden prinzipiell so gesetzt, dass sie bis ca. 25 cm über das Geländeniveau hinausragen. In Bereichen landwirtschaftlicher Nutzung (Grünland) werden die Steine jedoch bodengleich gesetzt, um Nutzungskonflikte zu vermeiden. Die Arbeiten werden voraussichtlich im Oktober abgeschlossen.
Gewässer im Zuständigkeitsbereich des Freistaates Bayern sollen entsprechend Artikel 25 des Bayerischen Wassergesetzes in regelmäßigen Abständen von 200 Metern beidseitig mit Höhenfest-punktsteinen ausgestattet sein, da zwischen ihnen die Erhebung der Querprofile erfolgt.

Der „gute Zustand“ von Truppach, Lochau und Kainach?

Unsere Flüsse und Bäche sind die Lebensgrundlage zahlreicher Tier- und Pflanzenarten. Auch für uns Menschen haben sie einen überaus hohen Stellenwert. Um diese wertvollen Lebensräume zu fördern und zu erhalten, fordert die EG-Wasserrahmenrichtlinie den „guten Zustand“ aller Gewässer bis 2027.

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Wassertransporte als Notmaßnahmen für die Erhaltung der Flussperlmuschel

In den kleinen Bächen des Dreiländerecks Bayern-Böhmen-Sachsen leiden die dort vor-kommenden Flussperlmuscheln unter Wassermangel. Das Wasserwirtschaftsamt hat die akute weitere Verschlechterung der Abflusssituation der letzten Tage zum Anlass für erneute Wassertransporte genommen.
Bereits im Juni/Juli waren eine Million Liter Wasser aus der staatlichen Förmitztalsperre mit Tankwagen an die Muschelbäche transportiert worden. Nun sind noch einmal 700.000 Liter vorgesehen, um eine erneute Notlage bei den streng geschützten Muscheln zu verhindern. Die Einleitung erfolgt an mehreren geeigneten Stellen, die eine zeitverzögerte Abgabe in die Gewässer garantieren.
Die Notwendigkeit der Wassertransporte wird von den Fachleuten nach Ortseinsicht und unter Abwägung aller Umstände festgelegt.

Das Landratsamt Hof begegnet der ernsten Lage mit einer Allgemeinverfügung, die jegliche Wasserentnahme aus den betreffenden Gewässern solange untersagt, bis sich die Wasser-führung wieder erholt hat.

Bayernweite Befragung „Hochwasserschutz in Bayern“
Die unterschätzte Gefahr: Starkregen

Hochwasser kann fast alle Menschen in Bayern treffen. Doch viele Bayern fühlen sich davon nicht bedroht. Das ist ein Ergebnis der repräsentativen Umfrage „Hochwasser-schutz in Bayern“, die anlässlich des Pfingsthochwassers 1999, das sich 2019 zum 20. Mal jährt, durchgeführt wurde. Befragt wurden insgesamt 1.400 Personen im Freistaat.

„Die Ergebnisse finde ich nicht gerade beruhigend“, bilanziert Christian Weiß, stellvertreten-der Leiter des Wasserwirtschaftsamtes Hof. Obwohl sich ein Drittel der Befragten in Sachen Hochwasserschutz als gut informiert bezeichnet, wissen nur 13 Prozent, dass Starkregen fast jeden treffen kann. In Oberfranken sind es 16 Prozent. Nur diejenigen, die schon mehr-mals persönlich von Hochwasser betroffen waren, wissen es signifikant besser, denn über-wiegend war Starkregen die Ursache dafür. „Von Starkregen können alle betroffen sein, nicht nur die Anwohner in der Nähe von Gewässern“, so Weiß.

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2018

Gehölzpflegearbeiten im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht am Vorsee der Förmitztalsperre

Beginnend im Dezember werden die Bäume und Gehölze rund um den Vorsee der Förmitz-talsperre einem weiter reichenden Rückschnitt unterzogen. Der ungestörten Gehölzent-wicklung, die als naturnaher Lebensraum eigentlich hochwertig ist, steht die Verkehrs-sicherungspflicht des Wasserwirtschaftsamtes Hof für die staatseigenen Wege und Grundstücke entgegen.

An Bäumen werden vor allem Entlastungsschnitte in den Kronen sowie die Entnahme abgestorbener Äste erforderlich. Gehölze werden mit Verjüngungsschnitten eingekürzt. Diese Arbeiten werden von einer Fachfirma durchgeführt. Sie erfolgen in Absprache und mit Genehmigung der Unteren Naturschutzbehörde.

Allerdings garantieren auch Unterhaltungsmaßnahmen keine absolute Sicherheit. Bei Windstärken über 20 km/h oder gar Sturm sollte Einen der gesunde Menschenverstand vor dem Betreten oder Befahren baumbestandener Bereiche zurückhalten.

Die an der Wetterstation Förmitztalsperre erfassten Daten und Windgeschwindigkeiten sind jederzeit aktuell im Internet abrufbar (www.wwa-ho.bayern.de).

Für den Durchführungszeitraum bis Ende Februar 2019 müssen aus Sicherheitsgründen einzelne Bereiche gesperrt werden. Das Wasserwirtschaftsamt Hof bittet hierfür um Verständnis.

Guter Zustand für die Selbitz -
Wasserwirtschaftsamt stellt Maßnahmenprogramm vor

Die Selbitz ist auf ihrer gesamten Länge von Wüstenselbitz bis zur Mündung in die Saale bei Blankenstein durch vielfältige Nutzungen und Umgestaltungen aus der Vergangenheit geprägt. Nach einer Zustandsbewertung auf Grundlage der EG-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) weist sie derzeit einen mäßigen ökologischen Zustand auf. Um einen von der WRRL geforderten guten ökologischen Zustand zu erreichen, wurden Maßnahmen für die Selbitz erarbeitet. Das Wasserwirtschaftsamt Hof lädt alle Interessenten zu einer Informations- und Diskussionsrunde

am Mittwoch, 24. Oktober 2018 um 19.00 Uhr
im Schloss Schauenstein
Schlossplatz 1
95197 Schauenstein
ein.

Bei der Veranstaltung erläutern Mitarbeiter des Wasserwirtschaftsamtes und des Planungsbüros ÖKON GmbH, Bayreuth, die Anforderungen der WRRL, Ergebnisse der Bestandsaufnahme und mögliche Umgestaltungsmaßnahmen, die in einem Umsetzungs-konzept zusammengefasst sind.

An der Selbitz befinden sich zehn Querbauwerke und 25 Schwellen, die Wanderhindernisse für die Fische darstellen. Abschnittsweise ist das Gewässer begradigt. Mit den geplanten Maßnahmen soll die Strukturvielfalt erhöht und der Lebensraum für zahlreiche Arten in der Selbitz verbessert werden. Querbauwerke sollen durchgängig gestaltet werden, um Fischen die Passierbarkeit zu ermöglichen.

Informationen zum Planungsstand finden sie hier
Umsetzungskonzept 5_F032 Selbitz (ENTWURF)

Neuvermessungen von Querprofilen

Von September bis Dezember 2018 werden an den Gewässern Weißer Main und Schorgast (Landkreise Bayreuth und Kulmbach) Neuvermessungen von Querprofilen durch ein Vermessungsbüro durchgeführt. Dies betrifft den Weißen Main von Flusskilometer 38,2 (bei Goldkronach) bis zu seinem Zusammenfluss mit dem Roten Main (bei Melkendorf) und die Schorgast von Flusskilometer 12,6 (Einmündung des Koserbachs in Wirsberg) bis zu ihrer Einmündung in den Weißen Main (bei Kauerndorf).

Vermessungen erfassen langfristige Veränderungen des Gewässerbettes. Dazu werden entlang der Flussachse in regelmäßigen Abständen Querprofile mit der Geometrie und Struktur von Flusssohle und Uferbereichen erstellt. Die Punkte zur Erstellung eines Querprofils sind im Gelände markiert und ermöglichen die wiederholte Datenerhebung an der gleichen Position.
Außerdem wird das Wasserwirtschaftsamt die Flusseinteilungszeichen, wie Höhenfestpunktsteine oder –bolzen, in regelmäßigem Abstand von 200 Metern vervollständigen und mittels Holz- oder Eisenpflöcken kennzeichnen. Dies gibt das Bayerische Wassergesetz Art. 25, Abs. 2 vor.

Wir bitten die betroffenen Anlieger um Verständnis. Bei Fragen können sie sich gerne an uns wenden.

Gewässer verbinden
2 Landkreise – 12 Gemeinden

In Waischenfeld unterzeichneten am 18. Juli 2018 zwölf Bürgermeisterinnen und Bürgermeister mit dem Wasserwirtschaftsamt Hof eine Vereinbarung für die Zukunft ihrer Gewässer.
Gemeinsames Ziel ist 170 km Flüsse und Bäche naturnäher zu gestalten.

Nur noch wenige Flüsse in Bayern befinden sich in einem annähernd naturnahen Zustand. Um das Wasser als eine der wichtigsten Lebensgrundlagen zu schützen, wurde in der Europäischen Union die Wasserrahmen-richtlinie eingeführt. Diese hat das Ziel, die Gewässer Europas wieder in einen guten Zustand zu bringen.

Dies gilt auch für die Wiesent mit ihren Nebengewässern von Püttlach, Ailsbach, Aufsess über Zeubach, Truppach, Lochau, Kainach bis zum Schwalbach.

Nachdem Wasser nicht an Gemeinde- und auch nicht an Landkreisgrenzen Halt macht, vereinbarten die Städte und Gemeinden im Einzugsgebiet der Wiesent und das Wasserwirtschaftsamt Hof gemeinsam ein sogenanntes Umsetzungskonzept zu erstellen. Hierin werden Maßnahmen aufgezeigt, wie der Lebens-raum in den Bächen und Flüssen für Tiere und Pflanzen in den nächsten Jahren verbessert werden kann.

Denkbare Maßnahmen sind solche, die die Struktur (variierende Gewässerbreiten, Fließtiefen und Fließgeschwindigkeiten) verbessern. Dazu können zum Beispiel Störsteine oder Totholz in den Gewässerlauf eingebaut werden. Weitere Maßnahmen, wie das Herstellen der Durchgängigkeit an Abstürzen oder Wehranlagen u.a. durch Umgehungs-gewässer, ermöglichen Fischen wieder das Wandern. Auch Uferrandstreifen sind sinnvoll, um den Nährstoffeintrag ins Gewässer zu vermindern.

Da ein großer Teil der Gewässer in staatlicher Zuständigkeit liegt, erstellt das Wasser-wirtschaftsamt Hof das Umsetzungskonzept für das ganze Einzugsgebiet, also auch für die kleinen Bäche, die in kommunaler Zuständigkeit liegen. Die Kosten für dieses Projekt übernimmt der Freistaat Bayern.
Sobald ein gemeinsamer Entwurf mit den 12 Kommunen erstellt ist, wird dieser mit der Öffentlichkeit diskutiert und weiterentwickelt.

Informationskampagne 2018: Unterhaltung an Grenzgewässern ist eine hoheitliche Aufgabe

Gewässer wurden gerne zur Festlegung von Grenzen hergenommen, sei es für Grundstücke, Landkreise, Bundesländer oder Staaten. Trotzdem kann das Gewässer ganz oder bis zur Mitte zu einem privaten Grundstück gehören.

Für Grundstücksbesitzer oder Pächter an der Staatsgrenze zur Tschechischen Republik gilt dabei jedoch, dass sie keinerlei Veränderungen am Gewässer vornehmen dürfen. Anderswo übliche Unterhaltungsmaßnahmen wie Entschlammen, Reparieren von Uferanbrüchen oder die Anpassung von Böschungen sind ihnen nicht gestattet.

Der 1995 zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Tschechischen Republik geschlossene Grenzgewässervertrag legt fest, dass alle wasserwirtschaftlichen und ökologischen Maßnahmen vorher zwischen beiden Staaten abzustimmen sind. Das Bayerische Wassergesetz überträgt die Zuständigkeit für die Grenzgewässer deshalb an die staatlichen Wasserwirtschaftsämter. Regelmäßig finden Begehungen der Grenzgewässer statt, bei denen bayerische und tschechische Fachleute den Zustand der Gewässer und das Vorhandensein von Grenzzeichen prüfen.

Wenn Grundstücksbesitzer oder Pächter eine Unterhaltungsmaßnahme für erforderlich halten, wäre eine Mitteilung an das zuständige Wasserwirtschaftsamt richtig, um das betreffende Gewässer in den Begehungsplan aufzunehmen. Kleine Maßnahmen kann das Wasserwirtschaftsamt nach der Begehung manchmal gleich erledigen. Ansonsten erstellt es die detaillierten Planungsunterlagen, die zur Abstimmung mit der tschechischen Seite erforderlich sind.

Unbefugte Unterhaltungsmaßnahmen sind rechtliche Verstöße und können entsprechende Strafen nach sich ziehen. Ist eine Wiederherstellung des Gewässerzustandes erforderlich, erfolgt sie durch das Wasserwirtschaftsamt und kann für den Verursacher mit Inrechnung-stellung der Kosten verbunden sein. Außerdem muss eine amtliche Vermessung des Grenzgewässers erfolgen, deren Ergebnis mit dem Grenzurkundenwerk abgeglichen wird.

Interessantes über die Flussperlmuschel im Dreiländereck

Das Foyer des Bayerischen Landesamtes für Umwelt in der Hofer Hans-Högn-Straße 12 beherbergt in diesem Jahr zahlreiche umweltbezogene Ausstellungen.
Vom 10. April bis zum 18. Mai 2018 gibt es „Die Flussperlmuschel – Ein Tier von höchstem Wert im Dreiländereck Bayern – Böhmen – Sachsen“ zu sehen.
Die Medien und die interessierte Öffentlichkeit sind zu deren Eröffnung am 10. April 2018 um 11.00 Uhr herzlich eingeladen.

Die bis zu 15 Zentimeter große Flussperlmuschel (Margaritifera margaritifera) ist ein besonderer bayerischer Artenschatz. Bayern beherbergt im Fichtelgebirge und im Bayerischen Wald die größten Vorkommen dieser bedrohten Art in Mitteleuropa.
Interessantes über die Lebensgrundlagen, Bedrohung und Maßnahmen zum Schutz der Flussperlmuschel vermittelt die von der Sächsischen Landesstiftung Natur konzipierte Wanderausstellung.
Auch die wunderschöne Verarbeitung des Perlmutts für Kunst, Schmuck und Gebrauchs-gegenstände darf bestaunt werden. Die historischen Exponate entstammen der privaten Sammlung von Nanne Wienands und Udo Benker-Wienands.

Das Wasserwirtschaftsamt Hof nutzt den Tag der Ausstellungseröffnung zu einem Arbeits-gespräch mit Wissenschaftlern und Akteuren zum Start eines neuen Schutzprojektes. Bis Mitte 2020 sollen die auf bayerischem Gebiet betriebenen Fischteiche, die von Perl-muschelbächen gespeist werden und deren Überläufe dort wieder münden, genauer untersucht werden. Welche Nutzungsformen vorliegen, wie sich diese auf die Muschel-gewässer auswirken und welche wasser-rechtlichen Schlussfolgerungen sich ergeben, wird im Rahmen des vom Bayerischen Umwelt- und Landwirtschafts-ministerium geförderten Projektes festgestellt. „Das ist ein Einfluss-faktor, über den wir bisher nicht genügend wissen. Wir müssen die Teichbesitzer gezielt beraten, wie in diesem sensiblen Gebiet die Fischzucht und der Schutz der Flussperl-muschel nebeneinander funktionieren können.“ sagt Projektleiter Dr. Martin Mörtl vom Wasserwirtschaftsamt Hof.